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Montag, 16. Juni 2008
EM Tag 9
shiwa, 22:26h
Alles fiebert dem Spiel morgen entgegen. Im deutschen Lager herrscht große Aufregung und der Yogi-Löwe tut alles, um seine Männchen vom „Fluch von Cordoba“ zu befreien. Psychologen laufen auf, Verhaltenstrainer und angeblich sogar Exorzisten geben sich im deutschen Auffanglager die Klinke in die Hand. Die Österreicher sind ja auch schon nervös. Wird es nach der Schmach von 1866 und dem Sieg von Cordoba endlich mal wieder ein erfolgreiches Gemetzel gegen den Ersatzerbfeind Deutschland geben?
Natürlich wüssten unsere südlichen Nachbarn mit dem lustigen Akzent gerne, ob der Bundesyogi nun 10-0-0 oder 0-0-10 spielen lässt, aber dank dem beherzten Eingreifen des Nachtportiers des deutschen Mannschaftshotels konnten zwei männliche Mitglieder der österreichischen Sondereinheit „Oachkoatzl“, die sich als Spielerfrauen verkleidet hatten, in letzter Stunde vor dem Eindringen in Yogis Privatgemächer abgehalten werden. Sie befinden sich nach neuesten Erkenntnissen im Gewahrsam von Oliver Bierhoff, wo sie sich sein Golden Goal gegen Tschechien wiederholt ansehen müssen.
Löw selbst soll auch nach einem eventuellen, natürlich völlig unmöglichen, nahezu ausgeschlossenen und „in tauschend kalde Winder nedda zu äwadende“ Ausscheiden Bundestrainer bleiben, denn wie sagte DFB-Präsident Zwanziger? „Wir werden auch nach einem Ausscheiden an Herrn Löw als Trainer festhalten. Wenn er natürlich, wie Männer von Charakter und Ehre das tun, aufgrund der Schande eine Ausscheidens vorzeitig vom Vertrag zurücktritt oder sich am Dachbalken erhängt, dann können wir ihn eben auch nicht aufhalten.“
Aber zu dem Spiel:
Es gibt Spiele, die man im Nachhinein als „legendär“ bezeichnen wird – Tschechien gegen die Türkei ist eines dieser Spiele.
Die Tschechen, die ihre Spiele bisher vielleicht knapp, aber eindeutig gewonnen haben, gehen es gegen die Türken relativ entspannt an, während sie für die Türken wohl so etwas wie die „Ersatzösterreicher“ sind, weshalb jene auch, nennen wir es mal freundlich, „engagiert“ zur Sache gehen. Gleich in den ersten 10 Minuten gibt es daher auch zwei gelbe Karten für die Boyz aus dem Morgendämmerungsland. Bis zur 34sten Minute besteht die Partie aus erbitterten Zweikämpfen, die Türken bekommen deswegen bald einen Koller, der dann auch zum 1:0 einköpft.
Und so gehen beide Teams dann auch gestresst und andrenalingeschoben in die Halbzeit. Während die Tschechen in dieser Pause wohl etwas Tee mit Gebäck zu sich nehmen, wurden die Türken augenscheinlich mit rohem Fleisch gefüttert, denn ab der 46sten Minute spielt nur noch eine Mannschaft und die trägt den Halbmond auf der Brust. Die Tschechen mauern und versuchen leichtsinnigerweise auf Ergebnis zu spielen, die Türken haben dazu leider so gar keine Lust und außerdem regnet es zur Abwechslung auch mal wieder!
Der Tschechentrainer tobt an der Außenlinie wie Mussolini auf dem Balkon.
Trotzdem sind es die Tschechen, die bei einem der immer seltener werdenden Konter schon fast aus Versehen in der 62sten Minute ihr 2:0 machen. Und eigentlich wäre das Spiel jetzt gelaufen. Keine Autokorsos, keine schlafgestörten Innenstadtrentner, keine Mehmets, die in öffentlich-rechtliche Mikrofone ein kamm- und stolzgeschwelltes „Türkei gewinn immer“ gröhlen, über allen Wipfeln wäre jetzt Ruh. Drei Tore in dreißig Minuten, das schaffen normalerweise nur strafraumfalltrainierte Italiener.
Die etwas konsternierten Türken toben ihren Zorn über diese Respektlosigkeit vorerst nur mit sogar blutigen Fouls aus, bis wohl einer der Tschechen einem Teamkameraden ein unvorsichtiges „die Türkei is lahm“ zuruft. Bei den Türken kommt aber nur „Türkei“ und „..lam“ an und sie wittern jetzt eine Beleidigung. Und jetzt gibt es kein Halten mehr! Die mit viel Herz und Herzrasen aufgeputschten Morgenländer machen in der 75sten ihren Anschlusstreffer, aber noch sind die Tschechen entspannt, wenn auch jetzt etwas verunsichert. So etwas kennen sie dann doch nicht.
Vor allem der tschechische Keeper hat wohl mit Blick auf seinen kopfverbandtragenden Kameraden Polak Befürchtungen, dass der Feind auf seine Kopfverletzung diesmal keine allzu sportliche Rücksicht nehmen wird und lässt prompt sicherheitshalber in der 87sten Minute den Ball mal lieber fallen, bevor er ihn mit Gewalt abgenommen bekommt. Der Türke Nihat zieht sofort ab und macht den Ausgleich und die Tschechen stehen plötzlich mit nichts da.
Noch ist nicht alles verloren, aber während die Tschechen sich noch voller Verblüffung fragen, wie DAS denn eben passiert ist, setzen die Türken noch ein 3:2 obendrauf, die Nerven liegen bei allen blank, der türkische Keeper fragt einen Tschechen, ob jener ein Problem habe, dieser bejaht und wird von dem Türken umgeschubst, der darauf einen behördlichen Platzverweis bekommt, bevor er seinen Bruder holen kann. Ein türkischer Feldspieler geht ins Tor, das Elfmeterschießen könnte jetzt extrem spannend werden, aber der Schiedsrichter pfeift ab, bevor es auf dem Platz Tote gibt und die Türken sind weiter vor Wien und haben sich ihren Einzug ins Viertelfinale berechtigt und mit viel Herzblut erkämpft, auch, wenn sie mit nur der Hälfte der Mannschaft unverwarnt in die nächste Runde einziehen.
Ich trage das türkische 3:2 in den EM-Planer ein und freue mich, dass definitiv eine der beiden unbeliebtesten Mannschaften dieser EM das Halbfinale nicht erreichen wird.
In England freut man sich auch, dass man diesmal nicht zu den unbeliebtesten Mannschaften des Turniers zählt und deswegen auch nicht vorzeitig ausscheiden muss.
Natürlich wüssten unsere südlichen Nachbarn mit dem lustigen Akzent gerne, ob der Bundesyogi nun 10-0-0 oder 0-0-10 spielen lässt, aber dank dem beherzten Eingreifen des Nachtportiers des deutschen Mannschaftshotels konnten zwei männliche Mitglieder der österreichischen Sondereinheit „Oachkoatzl“, die sich als Spielerfrauen verkleidet hatten, in letzter Stunde vor dem Eindringen in Yogis Privatgemächer abgehalten werden. Sie befinden sich nach neuesten Erkenntnissen im Gewahrsam von Oliver Bierhoff, wo sie sich sein Golden Goal gegen Tschechien wiederholt ansehen müssen.
Löw selbst soll auch nach einem eventuellen, natürlich völlig unmöglichen, nahezu ausgeschlossenen und „in tauschend kalde Winder nedda zu äwadende“ Ausscheiden Bundestrainer bleiben, denn wie sagte DFB-Präsident Zwanziger? „Wir werden auch nach einem Ausscheiden an Herrn Löw als Trainer festhalten. Wenn er natürlich, wie Männer von Charakter und Ehre das tun, aufgrund der Schande eine Ausscheidens vorzeitig vom Vertrag zurücktritt oder sich am Dachbalken erhängt, dann können wir ihn eben auch nicht aufhalten.“
Aber zu dem Spiel:
Es gibt Spiele, die man im Nachhinein als „legendär“ bezeichnen wird – Tschechien gegen die Türkei ist eines dieser Spiele.
Die Tschechen, die ihre Spiele bisher vielleicht knapp, aber eindeutig gewonnen haben, gehen es gegen die Türken relativ entspannt an, während sie für die Türken wohl so etwas wie die „Ersatzösterreicher“ sind, weshalb jene auch, nennen wir es mal freundlich, „engagiert“ zur Sache gehen. Gleich in den ersten 10 Minuten gibt es daher auch zwei gelbe Karten für die Boyz aus dem Morgendämmerungsland. Bis zur 34sten Minute besteht die Partie aus erbitterten Zweikämpfen, die Türken bekommen deswegen bald einen Koller, der dann auch zum 1:0 einköpft.
Und so gehen beide Teams dann auch gestresst und andrenalingeschoben in die Halbzeit. Während die Tschechen in dieser Pause wohl etwas Tee mit Gebäck zu sich nehmen, wurden die Türken augenscheinlich mit rohem Fleisch gefüttert, denn ab der 46sten Minute spielt nur noch eine Mannschaft und die trägt den Halbmond auf der Brust. Die Tschechen mauern und versuchen leichtsinnigerweise auf Ergebnis zu spielen, die Türken haben dazu leider so gar keine Lust und außerdem regnet es zur Abwechslung auch mal wieder!
Der Tschechentrainer tobt an der Außenlinie wie Mussolini auf dem Balkon.
Trotzdem sind es die Tschechen, die bei einem der immer seltener werdenden Konter schon fast aus Versehen in der 62sten Minute ihr 2:0 machen. Und eigentlich wäre das Spiel jetzt gelaufen. Keine Autokorsos, keine schlafgestörten Innenstadtrentner, keine Mehmets, die in öffentlich-rechtliche Mikrofone ein kamm- und stolzgeschwelltes „Türkei gewinn immer“ gröhlen, über allen Wipfeln wäre jetzt Ruh. Drei Tore in dreißig Minuten, das schaffen normalerweise nur strafraumfalltrainierte Italiener.
Die etwas konsternierten Türken toben ihren Zorn über diese Respektlosigkeit vorerst nur mit sogar blutigen Fouls aus, bis wohl einer der Tschechen einem Teamkameraden ein unvorsichtiges „die Türkei is lahm“ zuruft. Bei den Türken kommt aber nur „Türkei“ und „..lam“ an und sie wittern jetzt eine Beleidigung. Und jetzt gibt es kein Halten mehr! Die mit viel Herz und Herzrasen aufgeputschten Morgenländer machen in der 75sten ihren Anschlusstreffer, aber noch sind die Tschechen entspannt, wenn auch jetzt etwas verunsichert. So etwas kennen sie dann doch nicht.
Vor allem der tschechische Keeper hat wohl mit Blick auf seinen kopfverbandtragenden Kameraden Polak Befürchtungen, dass der Feind auf seine Kopfverletzung diesmal keine allzu sportliche Rücksicht nehmen wird und lässt prompt sicherheitshalber in der 87sten Minute den Ball mal lieber fallen, bevor er ihn mit Gewalt abgenommen bekommt. Der Türke Nihat zieht sofort ab und macht den Ausgleich und die Tschechen stehen plötzlich mit nichts da.
Noch ist nicht alles verloren, aber während die Tschechen sich noch voller Verblüffung fragen, wie DAS denn eben passiert ist, setzen die Türken noch ein 3:2 obendrauf, die Nerven liegen bei allen blank, der türkische Keeper fragt einen Tschechen, ob jener ein Problem habe, dieser bejaht und wird von dem Türken umgeschubst, der darauf einen behördlichen Platzverweis bekommt, bevor er seinen Bruder holen kann. Ein türkischer Feldspieler geht ins Tor, das Elfmeterschießen könnte jetzt extrem spannend werden, aber der Schiedsrichter pfeift ab, bevor es auf dem Platz Tote gibt und die Türken sind weiter vor Wien und haben sich ihren Einzug ins Viertelfinale berechtigt und mit viel Herzblut erkämpft, auch, wenn sie mit nur der Hälfte der Mannschaft unverwarnt in die nächste Runde einziehen.
Ich trage das türkische 3:2 in den EM-Planer ein und freue mich, dass definitiv eine der beiden unbeliebtesten Mannschaften dieser EM das Halbfinale nicht erreichen wird.
In England freut man sich auch, dass man diesmal nicht zu den unbeliebtesten Mannschaften des Turniers zählt und deswegen auch nicht vorzeitig ausscheiden muss.
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Samstag, 14. Juni 2008
EM Tag 7
shiwa, 12:49h
Landauf, landab wurde heute neben dem Beschimpfen der deutschen Nationalmannschaft vor allem Fußballarithmetik bemüht: wenn die Polen gegen Kroatien gewinnen und die Deutschen gegen die Deutschen wenigstens unentschieden spielen, dann sind die Deutschen weiter. Gewinnen jedoch die Deutschen gegen die Deutschen und die Kroaten und die Polen spielen 13:13 unentschieden, dann ist Deutschland weiter, verlieren hingegen die Kroaten gegen den Schiedsrichter und bekommen wenigstens 10 rote Karten, dann muss Deutschland gegen Deutschland, wie weiland in Cordoba, also sind wir auf jeden Fall, zumindest die Ausgangsbasis und es könnte noch schlimmer werden und wer war noch einmal Österreich?
Die Nerven liegen blank und Jogi kann sich schon das Schwert für seinen Seppuku aussuchen, wenn unsere Jungs das Endspielergebnis aus der Zeitung erfahren. Es tut ihm ja auch leid und die halbe deutsche Nationalmannschaft hat sich in den San-Bereich abgemeldet, weil sie sich selbst nicht mehr erträgt. Auch wenn es erst unsere dritte Niederlage seit Jogis Amtszeit überhaupt war. Es wäre halt einfach nett, wenn wir nicht nur gegen San Marino gut aussehen würden.
Die Italiener waren dafür aber auch zerknirscht und wollten es der Welt heute zeigen, wie italienische Tapferkeit aussieht. Zu diesem hehren Zwecke hat der italienische Trainer gleich 50% der Feldspieler ausgewechselt, um gegen den Fußballgiganten Rumänien zu siegen.
Und tatsächlich: in einem Anflug von Verzweiflung bemühen sich die italienischen Vorneverteidiger, mal ohne Theatralik Fußball zu spielen – alleine, diesmal kehrt sich das sprichwörtliche Glück der Stiefelspieler ins Gegenteil um und deswegen bekommen sie kurz vor der Halbzeit auch ein reguläres Tor nicht anerkannt und in Sizilien werden Formen für Betonschuhe gegossen.
Mittlerweile kann augenscheinlich jede Deppenmannschaft die konsternierten Italiener in Verlegenheit bringen und im Ausgleich für den vorne noch nicht funktionierenden Offensivgeist der Italos bricht hinten die früher funktionierende Defensive zusammen und plötzlich führen die darüber selbst verblüfften Rumänen nach der 55sten Minute für 60 Sekunden. Leider verpennen sie vor lauter Begeisterung den italienischen Anstoß und schon haben sie sich zu früh gefreut, weil ausgerechnet ein italienischer Defensivspieler das 1:1 einschiebt.
Anscheinend haben die Rumänen höhere Summen bezahlt, denn der Unparteiische fällt nach bösem Gezappel eine umstrittene Elfmeterentscheidung für die Rumänen. Aber die haben wohl nicht wirklich damit gerechnet, die Vorrunde zu überleben und deswegen das Elfmeterschießen nicht geübt. Buffon hält und die ungeschickten Rumänen dürfen sich darauf freuen, ausgerechnet die in diesem Turnier extrem bissigen Niederländer besiegen zu müssen. Na viel Spaß dabei. Ein 1:1 wandert auf den EM-Planer.
Habe ich bis hierher schon viel gelacht, so sollte der Abend noch besser werden. Diesmal spielen die enthemmten Niederländer gegen die „Alten Herren“ der Franzosen.
Die Stimmung bei den Franzmännern ist nicht ganz so im Keller wie bei den Italienern, aber sie haben das gleiche Problem wie jene: sie tragen blaue Trikots. Und auf diese Farbe scheinen, warum auch immer, die Niederländer sehr ungehalten zu reagieren, denn die laufen los wie von der Tarantel gestochen und hauen den Franzosen nach 10 Minuten das erste Tor rein.
Diese Respektlosigkeit wollen sich die Senioren in blau nicht gefallen lassen und berennen ein- ums andere Mal das Niederland-Tor, in dem leider Van der Saar, der seit heute den Titel „Ehren-Kahn der niederländischen Mannschaft“ trägt, steht und wenig gewillt ist, einen Treffer zu kassieren. Bis zur Halbzeit verkürzt sich die Spielbeschreibung auf „Ribery gegen die Orangenen“.
Es wäre interessant, zu erfahren, was in den isotonischen Getränken unserer nordwestlichen Nachbarn so drin ist. Auf jeden Fall kommen die Nederlanders aufgezogen wie die Duracell-Häschen aus der Kabine und machen den verdutzten Franzosen vor, wie Fußball wirklich gespielt wird. 2:0 in der 60sten Minute. Ribery packt der kalte Zorn und er spielt, wenn das überhaupt noch möglich war, besser als in der kompletten Saison bei Bayern-München und packt eigentlich typisch deutschen Siegeswillen aus. Leider haben seine Mitspieler keinen Vertrag mit einem deutschen Club und so wissen sie auch nicht, wie man Flanken und Pässe verwertet.
Die Niederländer machen sich ein Spasseken und lassen die Franzosen auf 2:1 durch Henry herankommen, nur, um im direkten Gegenstoß auf 3:1 zu erhöhen. Einfach mal so, lässig aus dem Schritt heraus. Wenn es nach Sevilla je ein frustrierendes Spiel für die Franzosen gab – dies ist es. Der stellvertretende Weltmeister wird von den „Vans“ vorgeführt, als hätte er polnische Trikots an. Die Stimmung bei den Bleus schlägt in den Mut der Verzweiflung um. Und während der glücklose Domenech einen Fehlgriff gegen einen anderen Fehlgriff austauscht, während Ribery sich ganz alleine und fast einsam auf dem Feld fühlt, nähert sich die Partie dem Ende, nicht ohne, dass die Niederländer in letzter Sekunde noch einmal grinsend dem französischen Torwart einen einschieben. Und die Franzosen können von Glück sagen, dass sie nicht noch schlimmer zerlegt wurden. Ich bemale den EM-Planer mit einem 4:1 für Holland.
In England finden Dankesmessen statt für den kroatischen Sieg gegen Deutschland und dafür, dass man bei dieser EM nicht gegen die Holländer spielen muss.
Die Nerven liegen blank und Jogi kann sich schon das Schwert für seinen Seppuku aussuchen, wenn unsere Jungs das Endspielergebnis aus der Zeitung erfahren. Es tut ihm ja auch leid und die halbe deutsche Nationalmannschaft hat sich in den San-Bereich abgemeldet, weil sie sich selbst nicht mehr erträgt. Auch wenn es erst unsere dritte Niederlage seit Jogis Amtszeit überhaupt war. Es wäre halt einfach nett, wenn wir nicht nur gegen San Marino gut aussehen würden.
Die Italiener waren dafür aber auch zerknirscht und wollten es der Welt heute zeigen, wie italienische Tapferkeit aussieht. Zu diesem hehren Zwecke hat der italienische Trainer gleich 50% der Feldspieler ausgewechselt, um gegen den Fußballgiganten Rumänien zu siegen.
Und tatsächlich: in einem Anflug von Verzweiflung bemühen sich die italienischen Vorneverteidiger, mal ohne Theatralik Fußball zu spielen – alleine, diesmal kehrt sich das sprichwörtliche Glück der Stiefelspieler ins Gegenteil um und deswegen bekommen sie kurz vor der Halbzeit auch ein reguläres Tor nicht anerkannt und in Sizilien werden Formen für Betonschuhe gegossen.
Mittlerweile kann augenscheinlich jede Deppenmannschaft die konsternierten Italiener in Verlegenheit bringen und im Ausgleich für den vorne noch nicht funktionierenden Offensivgeist der Italos bricht hinten die früher funktionierende Defensive zusammen und plötzlich führen die darüber selbst verblüfften Rumänen nach der 55sten Minute für 60 Sekunden. Leider verpennen sie vor lauter Begeisterung den italienischen Anstoß und schon haben sie sich zu früh gefreut, weil ausgerechnet ein italienischer Defensivspieler das 1:1 einschiebt.
Anscheinend haben die Rumänen höhere Summen bezahlt, denn der Unparteiische fällt nach bösem Gezappel eine umstrittene Elfmeterentscheidung für die Rumänen. Aber die haben wohl nicht wirklich damit gerechnet, die Vorrunde zu überleben und deswegen das Elfmeterschießen nicht geübt. Buffon hält und die ungeschickten Rumänen dürfen sich darauf freuen, ausgerechnet die in diesem Turnier extrem bissigen Niederländer besiegen zu müssen. Na viel Spaß dabei. Ein 1:1 wandert auf den EM-Planer.
Habe ich bis hierher schon viel gelacht, so sollte der Abend noch besser werden. Diesmal spielen die enthemmten Niederländer gegen die „Alten Herren“ der Franzosen.
Die Stimmung bei den Franzmännern ist nicht ganz so im Keller wie bei den Italienern, aber sie haben das gleiche Problem wie jene: sie tragen blaue Trikots. Und auf diese Farbe scheinen, warum auch immer, die Niederländer sehr ungehalten zu reagieren, denn die laufen los wie von der Tarantel gestochen und hauen den Franzosen nach 10 Minuten das erste Tor rein.
Diese Respektlosigkeit wollen sich die Senioren in blau nicht gefallen lassen und berennen ein- ums andere Mal das Niederland-Tor, in dem leider Van der Saar, der seit heute den Titel „Ehren-Kahn der niederländischen Mannschaft“ trägt, steht und wenig gewillt ist, einen Treffer zu kassieren. Bis zur Halbzeit verkürzt sich die Spielbeschreibung auf „Ribery gegen die Orangenen“.
Es wäre interessant, zu erfahren, was in den isotonischen Getränken unserer nordwestlichen Nachbarn so drin ist. Auf jeden Fall kommen die Nederlanders aufgezogen wie die Duracell-Häschen aus der Kabine und machen den verdutzten Franzosen vor, wie Fußball wirklich gespielt wird. 2:0 in der 60sten Minute. Ribery packt der kalte Zorn und er spielt, wenn das überhaupt noch möglich war, besser als in der kompletten Saison bei Bayern-München und packt eigentlich typisch deutschen Siegeswillen aus. Leider haben seine Mitspieler keinen Vertrag mit einem deutschen Club und so wissen sie auch nicht, wie man Flanken und Pässe verwertet.
Die Niederländer machen sich ein Spasseken und lassen die Franzosen auf 2:1 durch Henry herankommen, nur, um im direkten Gegenstoß auf 3:1 zu erhöhen. Einfach mal so, lässig aus dem Schritt heraus. Wenn es nach Sevilla je ein frustrierendes Spiel für die Franzosen gab – dies ist es. Der stellvertretende Weltmeister wird von den „Vans“ vorgeführt, als hätte er polnische Trikots an. Die Stimmung bei den Bleus schlägt in den Mut der Verzweiflung um. Und während der glücklose Domenech einen Fehlgriff gegen einen anderen Fehlgriff austauscht, während Ribery sich ganz alleine und fast einsam auf dem Feld fühlt, nähert sich die Partie dem Ende, nicht ohne, dass die Niederländer in letzter Sekunde noch einmal grinsend dem französischen Torwart einen einschieben. Und die Franzosen können von Glück sagen, dass sie nicht noch schlimmer zerlegt wurden. Ich bemale den EM-Planer mit einem 4:1 für Holland.
In England finden Dankesmessen statt für den kroatischen Sieg gegen Deutschland und dafür, dass man bei dieser EM nicht gegen die Holländer spielen muss.
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Freitag, 13. Juni 2008
EM Tag 6
shiwa, 10:34h
Wo man derzeit geht und steht, hört man folgenden Satz: „ich kann zwar die Niederländer nicht leiden, aber wie die es den Italienern gezeigt haben, aber holla, saugut, Oranje, das geschieht den Luschen recht.“ Und einige Verräter flaggen neben den Deutschland-Fähnchen auch noch orangene Winkelemente an den Familienbus. Es scheint so eine Art Ehrenkodex für das Beflaggen von Fahrzeugen zu geben: die Fahne des hauptsächlich unterstützten Landes sitzt auf der Beifahrerseite. Dahinter der Zweitplazierte, auf der linken Seite hängt dann der Lappen des Angstgegners. Die Doofen haben die Lieblingsmannschaft auf der Fahrerseite geflaggt, das sind die Fähnchen, die einem auf der Autobahn auf die Windschutzscheibe klatschen, weil der Fahrer davor vergessen hat, dass er keine Klimaanlage im Auto, dafür aber ein Fähnchen hat und das Fenster herunterkurbelt. Tschlock.
Heute ist das Spiel, das wir alle so sehr fürchten. Unsere Jungs gegen die Englandtöter, gegen die Mannschaft, die uns 2004 aus dem Turnier geballert hat, gegen die Tret-Partisanen aus Kroatien. Die Stimmung ist natürlich gut, denn Jogis Löwen sind ja auf den Punkt trainiert und motiviert und haben ja auch Polen besiegt und Polonski und bla und außerdem.
Tja, was soll man sagen? Der Rasen war schlecht? Das Publikum mies? Die Kroaten waren foul wie immer? Oder kann es sein, dass wir uns so ein bisschen von den Siegen gegen „Fußballzwerge“, die es ja angeblich nicht mehr gibt – zumindest, wenn man selbst ein Zwerg ist – haben blenden lassen?
Die Deutschen starten wie die Feuerwehr, alleine, so richtig brennt es im kroatischen Strafraum deshalb noch lange nicht. Die Kroaten starten nämlich auch wie die Feuerwehr und nachdem man sich 24 Minuten so ein wenig beschnüffelt hat, rennt der Kroate Srna an dem verdutzten Jansen vorbei und die beste Mannschaft des Turniers, der Anwärter auf die Titelkrone und Polentöter liegt mit 1:0 hinten. Und geht verwundert in die Halbzeit.
Vielleicht liegt es daran, dass wir zu wenig „native Croats“ und zu viele Geburtspolen in der Mannschaft haben, ich weiß es nicht. Wer nämlich nun dachte, unsere Recken würden sich aufbäumen, die eklige „deutsche Tugend“ des „Gewinnens um jeden Preis“ auspacken und sich wie weiland ´45 gegen die drohende Niederlage stemmen – der sah sich getäuscht. Anscheinend glauben die Jungs um Ballack und Co., dass das schon irgendwie wird. Weiterhin werden Pässe vertändelt und in Zweikämpfe zu gehen, scheint neuerdings auch nicht mehr politisch korrekt zu sein. Vielleicht hats ja auch damit zu tun, dass man als Gruppenerster eventuell doch gegen die Türkei spielen müsste und Jogi hat die Losung „werrets Zweyter, oy Schpiel könnet mir de Kroate überlasche, aber wenn mir Erschter werret, dann brennt zuhausch die Luft geschsche die Türgei.“ Ich weiß es nicht.
Löw tauscht den glücklosen Jansen gegen Odonkor, den „Pfeilschnellen“ und verspricht sich davon wohl, dass Gomez auch mal einen Pass erhält, den er bedenkenlos annehmen kann. Es wäre vielleicht besser gewesen, Löw hätte die komplette Abwehr auf die Bank gesetzt, denn während Ballack ein- ums andere Mal vorne den Ball überallhin, nur nicht aufs kroatische Tor semmelt, machen die Kroaten, agiler und frecher als die verwirrten Sauerkrauts, ihr 2:0.
Was jetzt folgt, ist ungefähr mit der Reaktion vergleichbar, die seinerzeit auf Roman Herzogs „Ruck“-Rede folgte: keinen hat das interessiert. Löw reagiert, in dem er Gomez, diese Doppelnull, gegen den Podolski-Bediener Schweinsteiger austauscht, was er vielleicht schon vor dem Spiel oder eigentlich sogar schon vor der EM hätte tun sollen. Außerdem hat man ja noch 28 Minuten Zeit, jetzt schon drei Tore zu schießen. Das sind knapp alle 10 Minuten eines. Null Problemo für unsere „auf de Punkt genau“ trainierten Jungs.
Es ist ein Trauerspiel. Die komplette deutsche Mannschaft wackelt und zappelt über den Platz, als würde sie an den Fäden der „Augsburger Puppenkiste“ hängen, nichts klappt, nichts geht und im Frust haut Ballack statt den Ball ins Tor mal einen Kroaten um und sieht dafür die gelbe Karte. In der 79sten Minute fällt dann Podolski versehentlich in einen kroatischen Abpraller und macht „den Anschlusstreffer“, damit die Schande nicht ganz so hoch ausfällt. Gut, manchmal reichen ja auch 11 Minuten, um ein Spiel noch zu drehen, aber die zart aufkeimende Hoffnung, dass es wenigstens noch zum Ausgleich reichen könnte, wird schmählich enttäuscht, als Löw ausgerechnet die Wunderwaffe Kuranyi bringt, denn auch die erweist sich als fabulöser Rohrkrepierer. Und wo andere Mannschaften in der 91sten Minute noch das überraschende Tor schießen, fliegen unsere Jungs vom Platz. Schweinsteiger sieht rot, schubst einen Kroaten und sieht deswegen Rot, Lehmann, der glaubt, dass sich in der letzten Sekunde noch eine Diskussion lohnt, bekommt die Gelbe und so zieht die Karawane der Unglücklichen und Geschlagenen in die Kabine.
Zornig trage ich ein 2:1 für Kroatien in den EM-Planer, und bleibe schon aus Trotz vor dem Fernseher hocken.
Jetzt will ich wenigstens wissen, wer unsere Konkurrenz um Platz zwei in der Gruppe wird. Österreich oder Polen.
Die Polen sind etwas irritiert, weil sie schon wieder gegen Deutschland spielen müssen und suchen Podolski und Klose und so schaffen es die Österreicher zu Beginn, die polnische Abwehr gelegentlich unter Druck zu bringen. Als die Polen aber merken, dass es doch keine richtigen Deutschen sind, die da gegen sie anrennen, machen sie in der 30sten Minute geschwind ihr Tor und verkrümeln sich für den Rest des Spiels in die eigene Hälfte. Die Österreicher tun so, als würden sie anstürmen, kriegen aber nichts auf die Kette. In der Halbzeit bekommt der Unparteiische die Anweisung, wenigstens einen der Gastgeber zu retten und so lange spielen zu lassen, bis die Österreicher wenigstens den Ausgleich packen. Die Polen bekommen das aber nicht gesagt und geben sich deswegen auch keine Mühe, ein weiteres Tor zu schießen, um den Sack zuzumachen.
Und so läuft das Spiel heute 93 Minuten und weil die Ösis auch in dieser Zeit nix zusammenkriegen, bekommen sie dann einen Elfmeter ehrenhalber und verwandeln wenigstens den gegen die schwer schockierten Polskis.
Auf den „EM-Planner kommt ein lustloses 1:1 und ich verziehe mich ins Bett.
Weil ich genau weiß, dass es in England morgen nur grinsende Menschen geben wird.
Heute ist das Spiel, das wir alle so sehr fürchten. Unsere Jungs gegen die Englandtöter, gegen die Mannschaft, die uns 2004 aus dem Turnier geballert hat, gegen die Tret-Partisanen aus Kroatien. Die Stimmung ist natürlich gut, denn Jogis Löwen sind ja auf den Punkt trainiert und motiviert und haben ja auch Polen besiegt und Polonski und bla und außerdem.
Tja, was soll man sagen? Der Rasen war schlecht? Das Publikum mies? Die Kroaten waren foul wie immer? Oder kann es sein, dass wir uns so ein bisschen von den Siegen gegen „Fußballzwerge“, die es ja angeblich nicht mehr gibt – zumindest, wenn man selbst ein Zwerg ist – haben blenden lassen?
Die Deutschen starten wie die Feuerwehr, alleine, so richtig brennt es im kroatischen Strafraum deshalb noch lange nicht. Die Kroaten starten nämlich auch wie die Feuerwehr und nachdem man sich 24 Minuten so ein wenig beschnüffelt hat, rennt der Kroate Srna an dem verdutzten Jansen vorbei und die beste Mannschaft des Turniers, der Anwärter auf die Titelkrone und Polentöter liegt mit 1:0 hinten. Und geht verwundert in die Halbzeit.
Vielleicht liegt es daran, dass wir zu wenig „native Croats“ und zu viele Geburtspolen in der Mannschaft haben, ich weiß es nicht. Wer nämlich nun dachte, unsere Recken würden sich aufbäumen, die eklige „deutsche Tugend“ des „Gewinnens um jeden Preis“ auspacken und sich wie weiland ´45 gegen die drohende Niederlage stemmen – der sah sich getäuscht. Anscheinend glauben die Jungs um Ballack und Co., dass das schon irgendwie wird. Weiterhin werden Pässe vertändelt und in Zweikämpfe zu gehen, scheint neuerdings auch nicht mehr politisch korrekt zu sein. Vielleicht hats ja auch damit zu tun, dass man als Gruppenerster eventuell doch gegen die Türkei spielen müsste und Jogi hat die Losung „werrets Zweyter, oy Schpiel könnet mir de Kroate überlasche, aber wenn mir Erschter werret, dann brennt zuhausch die Luft geschsche die Türgei.“ Ich weiß es nicht.
Löw tauscht den glücklosen Jansen gegen Odonkor, den „Pfeilschnellen“ und verspricht sich davon wohl, dass Gomez auch mal einen Pass erhält, den er bedenkenlos annehmen kann. Es wäre vielleicht besser gewesen, Löw hätte die komplette Abwehr auf die Bank gesetzt, denn während Ballack ein- ums andere Mal vorne den Ball überallhin, nur nicht aufs kroatische Tor semmelt, machen die Kroaten, agiler und frecher als die verwirrten Sauerkrauts, ihr 2:0.
Was jetzt folgt, ist ungefähr mit der Reaktion vergleichbar, die seinerzeit auf Roman Herzogs „Ruck“-Rede folgte: keinen hat das interessiert. Löw reagiert, in dem er Gomez, diese Doppelnull, gegen den Podolski-Bediener Schweinsteiger austauscht, was er vielleicht schon vor dem Spiel oder eigentlich sogar schon vor der EM hätte tun sollen. Außerdem hat man ja noch 28 Minuten Zeit, jetzt schon drei Tore zu schießen. Das sind knapp alle 10 Minuten eines. Null Problemo für unsere „auf de Punkt genau“ trainierten Jungs.
Es ist ein Trauerspiel. Die komplette deutsche Mannschaft wackelt und zappelt über den Platz, als würde sie an den Fäden der „Augsburger Puppenkiste“ hängen, nichts klappt, nichts geht und im Frust haut Ballack statt den Ball ins Tor mal einen Kroaten um und sieht dafür die gelbe Karte. In der 79sten Minute fällt dann Podolski versehentlich in einen kroatischen Abpraller und macht „den Anschlusstreffer“, damit die Schande nicht ganz so hoch ausfällt. Gut, manchmal reichen ja auch 11 Minuten, um ein Spiel noch zu drehen, aber die zart aufkeimende Hoffnung, dass es wenigstens noch zum Ausgleich reichen könnte, wird schmählich enttäuscht, als Löw ausgerechnet die Wunderwaffe Kuranyi bringt, denn auch die erweist sich als fabulöser Rohrkrepierer. Und wo andere Mannschaften in der 91sten Minute noch das überraschende Tor schießen, fliegen unsere Jungs vom Platz. Schweinsteiger sieht rot, schubst einen Kroaten und sieht deswegen Rot, Lehmann, der glaubt, dass sich in der letzten Sekunde noch eine Diskussion lohnt, bekommt die Gelbe und so zieht die Karawane der Unglücklichen und Geschlagenen in die Kabine.
Zornig trage ich ein 2:1 für Kroatien in den EM-Planer, und bleibe schon aus Trotz vor dem Fernseher hocken.
Jetzt will ich wenigstens wissen, wer unsere Konkurrenz um Platz zwei in der Gruppe wird. Österreich oder Polen.
Die Polen sind etwas irritiert, weil sie schon wieder gegen Deutschland spielen müssen und suchen Podolski und Klose und so schaffen es die Österreicher zu Beginn, die polnische Abwehr gelegentlich unter Druck zu bringen. Als die Polen aber merken, dass es doch keine richtigen Deutschen sind, die da gegen sie anrennen, machen sie in der 30sten Minute geschwind ihr Tor und verkrümeln sich für den Rest des Spiels in die eigene Hälfte. Die Österreicher tun so, als würden sie anstürmen, kriegen aber nichts auf die Kette. In der Halbzeit bekommt der Unparteiische die Anweisung, wenigstens einen der Gastgeber zu retten und so lange spielen zu lassen, bis die Österreicher wenigstens den Ausgleich packen. Die Polen bekommen das aber nicht gesagt und geben sich deswegen auch keine Mühe, ein weiteres Tor zu schießen, um den Sack zuzumachen.
Und so läuft das Spiel heute 93 Minuten und weil die Ösis auch in dieser Zeit nix zusammenkriegen, bekommen sie dann einen Elfmeter ehrenhalber und verwandeln wenigstens den gegen die schwer schockierten Polskis.
Auf den „EM-Planner kommt ein lustloses 1:1 und ich verziehe mich ins Bett.
Weil ich genau weiß, dass es in England morgen nur grinsende Menschen geben wird.
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